Buddhismus & Business Blog

Buddhismus und Wissenschaft

Buddha gegen Einstein – wer gewinnt?

Buddhismus und Wissenschaft überschneiden sich in vielen Punkten – und widersprechen sich bis heute in keinem einzigen. Einstein sagte, dass Buddhismus die einzige Religion sei, die ein konsistentes, logisches System ist, das der Erfahrung der Wirklichkeit als Ganzem folgt, und das deswegen wissenschaftlichen Standards entspricht.

So bestätigt die Klinikforschung zum Beispiel immer mehr das buddhistische Verständnis von Wiedergeburt durch das Untersuchen von Nahtoderfahrungen. Die Atomphysik erforscht mit Milliardenaufwand den Raum auf der Suche nach irgendeinem Kleinstteilchen, das wirklich Bestand hat – bisher vergeblich. Der Buddhismus sagt, dass der Raum – also der Geist – alle Informationen enthält und daraus jede Materie und alle Phänomene entstehen können, sich ständig ändern und sich wieder auflösen und in den Raum zurückkehren. Im Raum ist jede Information abrufbar – wir sind ungetrennt von allen Informationen unabhängig von Ort und Zeit.

Buddha drückte das so aus: »Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. Form und Leerheit sind untrennbar.« Heute würden Lamas es vielleicht so ausdrücken: Wenn nichts ist, ist das der »Raum« des Geistes. Was innerlich oder äußerlich erscheint, ist das freie Spiel des Geistes. Schließlich ist die Tatsache, dass beides, Raum wie Erfahrung möglich sind, der ungehinderte Ausdruck des Geistes. Darauf basiert auch unsere Intuition. Menschen mit ausgeprägter Intuition können diese im Raum immer vorhandene Information, von der wir denken, dass Ort und Zeit sie von uns trennen würden, partiell abrufen und verarbeiten. Die Hirnforschung ist auf dem Gebiet von Intuition und damit verbunden auch dem der Empathie – also quasi dem natürlichen Mitgefühl für andere – in den letzten Jahren dank der Entdeckung der Spiegelneuronen im Gehirn von Tieren und Menschen, deutlich voran gekommen. Auch die Hirnaktivität und die physischen und psychischen Effekte der Meditation geraten zunehmend ins allgemeine und damit auch ins wissenschaftliche Interesse.

Lama Ole Nydahl zum Beispiel stellt sich mit seiner über 40jährigen Meditationserfahrung immer wieder gern als Versuchskaninchen für Universitäten und Klinik auf der ganzen Welt zur Verfügung. Die Wissenschaftler staunen dann teilweise nicht schlecht über die ungewöhnlichen Ausschläge und Werte auf ihren Monitoren. Beispielsweise strahlen Meditierende sogenannte Tethawellen aus, die vielleicht die Erklärung dafür sind, dass Tiere und Kinder sich gern in der Nähe von oder in Körperkontakt zu Meditierenden aufhalten. Diese Wellen werden unbewusst als angenehm empfunden.

Das sind nur einige der spannenden Überschneidungen von moderner Wissenschaft und buddhistischer Philosophie. Sowohl Buddhismus als auch Wissenschaft machen von Logik und rationeller Beweisführung Gebrauch, um ihre Erklärungen zu untermauern. Die buddhistische Philosophie und Logik hat sich über fast 2500 Jahre ihrer Existenz kontinuierlich entwickelt und sah sich häufig auch mit anderen Weltanschauungen und Religionen konfrontiert. Die Wissenschaften entwickeln sich durch einen unendlichen Kreislauf des Widerlegens und Beweisens – jede neue Generation von Wissenschaftlern ersetzt die Theorien der vorherigen mit ihren neuen, noch genaueren Modellen und Konzepten. Nur eines hat die Wissenschaft bis heute noch nicht geschafft: die buddhistische Lehre auch nur in Teilen zu widerlegen.

So findet sich unter der rasant wachsenden Zahl von Buddhisten im modernen Westen eine erstaunliche Anzahl von hochseriösen und international renommierten Wissenschaftlern – weil der Buddhismus bestätigt und ergänzt was ihre Forschungen ans Tageslicht befördern. Und eines ist im Buddhismus wie schon erwähnt ganz klar – wenn es einen Punkt gäbe, an dem Buddha und die Wissenschaft nicht übereinstimmen und die Wissenschaft offensichtlich Recht hätte, dann sollte man der Wissenschaft vertrauen. Selbst der Buddha wurde das wünschen. Es kann keine Lehre geben, die über der Wahrheit steht, sowie meiner Meinung nach keine Religion anerkannt werden sollte, die gegen die Grundgesetze und die Freiheit der Geschlechter geht.

— Auszug aus “Buddhismus und Business” von Meike Herzog
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